Heuschnupfen

Heuschnupfen – die neue Volkskrankheit?

Nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) leiden in Deutschland ca. 13 Millionen Menschen an einer saisonalen allergischen Rhinitis, umgangssprachlich Heuschnupfen. Aktuell sind auch bereits 8,9 % der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren betroffen. Die Zahl steigt mit dem Alter (siehe Grafik)1.

1 Robert Koch-Institut (Hrsg), Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg) (2008). Erkennen – Bewerten – Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. RKI, Berlin.

Heuschnupfen: über die Nase ins System

Heuschnupfen entsteht, wenn man Allergene – meist Blüten- oder Gräserpollen – einatmet. Das Immunsystem stuft die Eindringlinge fälschlicherweise als gefährlich ein und reagiert mit einer Immunreaktion in Form einer Entzündung der oberen Atemwege. Die Folge sind die typischen Allergiesymptome, die je nach Jahreszeit und Intensität des Pollenflugs stärker oder schwächer ausfallen.

Wärmer heißt länger: Klimawandel und Heuschnupfen

Einen Grund dafür, dass die Zahl der Heuschnupfenfälle stetig steigt und die Menschen über einen immer längeren Zeitraum darunter leiden, sehen Experten im Klimawandel. Durch die damit verbundene Erderwärmung verlängern sich die Blühzeiten. Die Pollenflug-Saison beginnt in Deutschland oft schon im Januar und endet bisweilen erst im November oder Dezember. Außerdem finden immer mehr exotische Pflanzen den Weg zu uns und bringen neue Pollen mit, die unser Immunsystem „triggern“ und Allergien auslösen können.

Hohes Allergiepotenzial: Birke, Erle, Hasel, Gräser

Typische Auslöser von Heuschnupfensymptomen sind Pollen von Laubbäumen, wie Birke oder Erle, von Strauchgewächsen wie Hasel oder von Kräutern und Gräsern. Und weil sie alle unterschiedliche Blühperioden haben, niesen und schniefen Heuschnupfenpatienten zu verschiedenen Zeiten im Jahr – je nachdem, worauf sie allergisch sind. Ein Blick in die Pollenflugvorhersage kann die Beschwerden zwar nicht wegzaubern, man kann jedoch seine Freizeitaktivitäten danach planen.

Die häufigsten Symptome bei allergischem Schnupfen

Heuschnupfen kündigt sich oft in Form von Juckreiz oder Kribbeln in der Nase, im Mund-Rachen-Raum oder in den Augen an. Es kommt zu Fließschnupfen, brennenden, tränenden Augen und Bindehautentzündung. Die Symptome bei ganzjährigem allergischem Schnupfen sind meist sehr ähnlich.

Die häufigsten Symptome

Nase:

  • Ständig laufende bzw. tropfende Nase (Fließschnupfen)
  • Verstopfte Nase
  • Niesanfälle
  • Starkes Jucken, Kribbeln und Brennen

Augen:

  • Augen sind gerötet und brennen
  • Augentränen
  • Geschwollene Augenlider
  • Augen sind stark lichtempfindlich und jucken

Allgemeinbefinden/weitere typische Symptome:

  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Unwohlsein, sich krank fühlen
  • Husten und Halsschmerzen
  • Beeinträchtigung von Geruch, Geschmack und Gehör

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